Hamburg ist eine Stadt, in der Ideen zusammenfinden – und genau das ist der Kern der Clusterpolitik. Das Konzept sorgt dafür, dass Menschen und Unternehmen sich besser vernetzen, voneinander lernen und gemeinsam Neues schaffen. Clusterpolitik ist Hamburgs Weg, Menschen und Ideen zu verbinden – damit aus Zusammenarbeit Zukunft wird.
Clusterpolitik bedeutet: Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und öffentliche Institutionen schließen sich zu thematischen Netzwerken – den sogenannten Clustern – zusammen. Ziel ist es, Wissen zu bündeln, Kooperationen zu fördern und den Standort Hamburg als Innovationszentrum zu stärken. Statt dass jeder Akteur isoliert arbeitet, entsteht ein Raum für Austausch und gemeinsame Projekte. So können neue Technologien schneller entwickelt und Ideen zügiger in marktreife Produkte überführt werden.
Wissen teilen, Kräfte bündeln
Cluster sind wie lebendige Innovationsgemeinschaften. Oft entstehen daraus neue Produkte, Verfahren oder Kooperationen, die allein nie möglich gewesen wären. So sorgt Hamburgs Clusterpolitik dafür, dass gute Ideen schneller wachsen können – und die Stadt ein Ort bleibt, an dem Innovation, Nachhaltigkeit und Wirtschaftskraft Hand in Hand gehen. Das eröffnet neue Wege für Qualifizierung, Weiterbildung und Karriere.
Hamburgs Stärkefelder – vom Himmel bis zum Hafen
Hamburg hat sich über Jahre hinweg ein differenziertes Clusterprofil aus neun Clustern aufgebaut. Diese Vielfalt zeigt, dass Hamburgs Innovationskraft branchenübergreifend auf einem breit aufgestellten Ökosystem basiert, das sich gegenseitig stärkt.
Durch die Cluster entstehen nicht nur neue Technologien, sondern neue berufliche Rollen, Qualifikationsprofile und Karrierewege. Viele Zukunftsthemen, wie beispielsweise Wasserstofftechnik, KI-Entwicklung, grüne Mobilität, digitale Medienproduktion oder zukunftsweisende Lebensmitteltechnologie, erfordern den Einsatz spezialisierter Fachkräfte und eröffnen Beschäftigten attraktive Entwicklungschancen.
Zukunft durch Kooperation
Die Cluster wirken als Schnittstellen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Bildungsträgern. Sie identifizieren Qualifizierungsbedarfe frühzeitig, entwickeln Weiterbildungsangebote, unterstützen den Aufbau neuer Studiengänge und schaffen Talentprogramme für Nachwuchs- und Fachkräfte. Damit tragen sie dazu bei, den regionalen Arbeitsmarkt zukunftssicher aufzustellen und Beschäftigte aktiv in die Transformation mitzunehmen.
Clusterpolitik ist mehr als klassische Wirtschaftsförderung. Sie schafft Räume für Zusammenarbeit, Innovation und Lernen, um gemeinsam Innovationen voranzutreiben. Denn dort, wo Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam handeln, entstehen neue Perspektiven für die Arbeitswelt von morgen.
Jedes dieser Cluster trägt mit eigenen Innovationsschwerpunkten und Partnernetzwerken zur wirtschaftlichen Stärke und Zukunftsfähigkeit des Standortes bei:
- Luftfahrt: Entwicklung neuer Materialien, Leichtbaukonzepte, digitale Produktionsprozesse und nachhaltige Antriebe.
- Maritime Wirtschaft: Forschung zu grüner Schifffahrt, alternativen Treibstoffen, autonomer Navigation und innovativer Hafenlogistik.
- Life Sciences: Fortschritte in Biotechnologie, Medizintechnik, personalisierter Medizin und digitalen Diagnostikverfahren.
- Erneuerbare Energien: Ausbau von Windenergie, Wärmewende, grüner Wasserstoff, Energiespeicher und intelligente Netzinfrastrukturen.
- Logistik: Einsatz datengetriebener Technologien, Automatisierung, KI-gestützte Lieferketten, urbane Logistik und nachhaltige Transportlösungen.
- Medien & IT: Entwicklung digitaler Plattformen, KI-Anwendungen, immersive Medien, Simulationstechnologien und Cybersecurity-Lösungen.
- Kreativwirtschaft: Design-, Musik-, Film-, Games- und Content-Innovationen, die digitale und kulturelle Wertschöpfung miteinander verbinden.
- Finanzwirtschaft: Förderung innovativer Finanzdienstleistungen, nachhaltiger Investments, FinTech-Kooperationen und moderner RegTech-Lösungen.
- Lebensmittelindustrie: Forschung zu nachhaltiger Produktion, alternativen Proteinen, Smart-Food-Technologien und regionalen Wertschöpfungsketten.
